Das Wappen der Republik Österreich besteht aus einem freischwebenden, einköpfigen, schwarzen, golden
gewaffneten und rot bezungten Adler, dessen Brust mit einem roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen
Schild belegt ist. Der Adler trägt auf seinem Haupt eine goldene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen.
Die beiden Fänge umschließt eine gesprengte Eisenkette. Er trägt im rechten Fang eine goldene
Sichel mit einwärts gekehrter Schneide, im linken Fang einen goldenen Hammer.
Das Bundes-Wappen geht auf die Gründungstage der Republik Österreich zurück. Nach dem Untergang
der Donaumonarchie nahm der von der Provisorischen Nationalversammlung gewählte 20köpfige Staatsrat
am 31.10.1918 zunächst die in der Zeit Herzog Friedrichs II. des Streitbaren (1230-46) erstmals belegten
Farben Rot-Weiß-Rot als Staatsfarben an.
Am 08.05.1919 beschloß die Konstituierende Nationalversammlung mit dem "Gesetz über das Staats-Wappen
und das Staatssiegel der Republik Deutsch-Österreich" die Annahme eines einköpfigen schwarzen Adlers,
dessen Brust mit einem rotweißroten Bindenschild belegt ist und dessen 3 andere Symbole in Gold die Zusammenarbeit
der wichtigsten werktätigen Schichten versinnbildlichen: der Arbeiterschaft durch das Symbol des Hammers, der
Bauernschaft durch das Symbol der Sichel und des Bürgertums durch das Symbol der den Adlerkopf schmückenden
Stadtmauerkrone. Mit dem kommunistischen Symbol Hammer und Sichel hat diese Symboltrias nichts zu tun.
Nach Kriegsende wurde das Wappen der 1. Republik wieder eingeführt. Zur Erinnerung an die Wiedererringung der
Unabhängigkeit Österreichs und den Wiederaufbau des Staatswesens wurde es durch eine gesprengte Eisenkette
ergänzt.