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| Sonthofen / Bayern |
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KFZ-Kennzeichen |
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Vorwahl |
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Website Link |
| OA |
08321 |
www.Sonthofen.de |
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| Wappen |
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Das Wappen von Sonthofen erinnert noch heute an die einst bedeutenden Erwerbsquellen des Ortes:
Links drei blaublühende Flachspflanzen, die den Flachsanbau und die Herstellung von Leinwand versinnbildlichen.
Auf großen Leinwandmärkten wurde das damals hauptsächlich getragene Leinen verkauft, bis ebenfalls
Mitte des 19. Jahrhunderts die Baumwolle das Leinen ablöste und den Bauern der Umgebung schlechte Zeiten brachte.
Rechts zwei gekreuzte Nagelschmiedehämmer, Symbol für die Verarbeitung des am nahegelegenen Grünten
gewonnenen Eisenerzes. Das Erz wurde viele Jahre im Hochofen des Hüttenwerkes Sonthofen verhüttet und im
bäuerlichen Nebenerwerb in zahlreichen Nagelschmieden nutzbar gemacht. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die
Eisenbahn schließlich die besseren Erze liefern konnte, wurde der Hochofen ausgeblasen und die Erwerbsquelle
versiegte.
Die Entstehung des Sonthofer Wappens
Im jungen Königreich Bayern sollten neben den Städten auch die Märkte mit alter Tradition Wappen zur
Verleihung beantragen. Dies geschah 1835 auch von dem seit 1429 nachweisbaren Markt Sonthofen. Einem ersten Versuch
konnte das Reichshauptarchiv in München nicht zustimmen. Es war ein gevierter Schild vorgesehen, geteilt von
Rot und Gold mit je einem Leopardenkopf, dem Wappenbild der einstigen Schellenberger. Die Kreisregierung wollte hierzu
noch die bayerischen Rauten. 1836 wurde ein zweiter Vorschlag eingereicht, der noch weiter von heraldischen
Möglichkeiten abwich als sein Vorgänger: Ein Bauernhof, der auf den alten Meierhof hinweisen sollte,
daneben das Spital; schließlich sollte noch "die volle Mittagssonne als Sinnbild auf die südliche
Lage" hinweisen. Im Vordergrund sollten noch "einige Melkviehstücke mit einem Hirten" stehen.
Das Reichshauptarchiv, zunächst einverstanden, wollte nur "eine einfachere, mehr sinnbildliche als
porträtische Darstellung". Zu einer vermeintlich verbesserten Zeichnung erschien "der Bauernhof
mit einem Brunnen und die Sonne". Zum Glück verwarf 1837 der König, der offensichtlich der bessere
Heraldiker war als seine romantischen Zeitgenossen, diesen Entwurf durch ein Signat, auf dem von der Hand Ludwigs I.
zu lesen stand: "Bin kein Freund Wappen erloschener Geschlechter zu verleihen, weil sie nicht an Besitzungen
haften. Demnach der Gemeinde Sonthofen das der Schellenberger nicht gebührt und das andere auch nicht, weil
es nicht heraldisch ist. Ein anderer Entwurf ist mir zu schicken."
Nun fand das Reichshauptarchiv eine dritte Möglichkeit: Gespaltener Schild, vorne in Silber drei grüne
Flachspflanzen mit Blüten, hinten in Blau zwei schräg-gekreuzte Nagelschmiedehämmer. Die Begründung
lautete: "Sonthofen zieht seine größte Nahrungsquelle aus dem Flachsbau respektabel der Leinenweberei
und aus zu Nägeln verarbeitetem Eisen, welches aus den nahegelegenen Gewerken gewonnen wird. Die Farbe der Felder
bezeichnet die Angehörung zu Bayern." Dieses Wappen wurde nun am 02.03.1838 durch König Ludwig I.
verliehen.
Spätere Nachforschungen des Dr. Weiland Dürrwanger ergaben, daß die eigentlichen Sonthofer Farben
Gold und Rot waren. Einem Antrag der Marktgemeinde, diese Farben führen zu dürfen, entsprach das Bayerische
Staatsministerium des Inneren 1948. Seitdem leuchten die Farben des geteilten Wappenschildes und die Farben der Stadt
in Rot und Gold.
Quelle:
http://www.Sonthofen.de/
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Frauenfussball-WM 2011
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