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Wahrscheinlich stellt der Drache bzw. die Schlange einen Bezug zum heiligen Amandus dar. In allen Darstellungen
des hl.Amandus wird eine Schlange gezeigt und man findet auch an der Statue des hl.Amandus in der alten Kirche
in Herongen eine Schlange, welche mit geöffnetem Maul unter dem Gewand hervorschaut.
Für die Darstellung der Schlangen kommen zwei Gründe in Frage: Die Schlange hat eine symbolische
Bedeutung als bildliche Darstellung des Sündenfalls mit der Teufelsschlange und erinnert an die Vision
der geheimen Offenbarung. (Apk 20,2: "Er überwältigte den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel
und der Satan ist, und legte ihn in Fesseln tausend Jahre lang.")
Die Darstellung die Christus als Sieger über die Schlange zeigt, die er unter seinen Füßen zertritt,
findet man in der christlichen Katakombe von Alexandria. In der Kunst wird der hl.Amandus als Überwinder der
Schlange allerdings erst seit dem späten Mittelalter dargestellt.
Grundlage für diese künstlerische Darstellung ist vielleicht eine Legende, die der hl.Amandus erlebt und
selbst erzählt haben soll. In der Lebensbeschreibung des Heiligen, die ein Kleriker aus Noyon im 8.Jahrhundert
aufgezeichnet hat, wird aus der frühesten Lebensperiode des hl.Amandus folgende Begebenheit berichtet:
Als junger Mann begann Amandus sein mönchisches Leben auf der 2200 Hektar großen Ile d'Yeu, eine Insel
vor der Westküste Frankreichs, unterhalb der Loiremündung. Eines Tages hatte Amandus den Wunsch,
spazierenzugehen. Plötzlich erhob sich vor ihm eine Schlange von bemerkenswerter Größe. Vor Schreck
wußte der junge Mönch nicht, wohin er sich wenden sollte. Die Gnade Gottes jedoch gab ihm ein, sich zum
Gebet auf die Knie nieder zu lassen. Er erhob sich aber bald wieder, schlug das Zeichen des Kreuzes über das
fürchterliche Reptil und befahl diesem, sich in seine Höhle zurückzuziehen. Das Tier gehorchte
augenblicklich, und zwar so endgültig, daß es niemals wieder erschien.
Diese Legende ist auch als Schlangenwunder in die Geschichte eingegangen.
Das Heronger Wappen, mit der sich in den Schwanz beißenden Schlange, dürfte mehr grafischen und
heraldischen als ikonographischen Gesichtspunkten seine Entstehung verdanken.
Denn historisch - symbolisch gesehen handelt es sich hierbei um einen ikonographischen Irrtum. Das volkstümliche
Schlangenmotiv als Personifikation des Teufels und des Bösen wird hier in eine völlig andere Richtung gelenkt
oder sogar in sein Gegenteil verkehrt. Die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt, meint die Zeit, die
sich unaufhörlich erneuert, den Wechsel von Leben und Sterben, den Kreislauf des Jahres und der Jahreszeiten.
In der Alchimie bedeutet sie das Mysterium der Dinge, die Wiederholung des Universums.
Quelle:
http://www.Herongen.de/
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Frauenfussball-WM 2011
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